Mal Sch
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Mal Sch: Ein Schrei kommt von mir heraus

 

Autor: Leila Sadeghi

Dolmetscher: Arian Shahrabi

 

 

 

Ein Schrei kommt von mir heraus. Ich gucke ihn an, dass er bleibt, dass ich nicht allein bleibe, dass er mit mir zum Bleiben mitgeht. Aber er ist total enttäuscht. Ich will aber mit ganzem Dasein Bleiben, indem ich sein allerhöchstens Gehen  angeguckt werde. Wir müssen zwei Stücke werden. Du sollst Deinen Stück nehmen und ich auch. Mein Stück ist kleiner als Dein Stück. Großer als der Stück, der ich bin. Mein Anteil kommt von mir selbst heraus und ein Schrei kommt von mir heraus. Dein Satz  wird passiv [1] und das Objekt beeinflussen von allen Verben der Welt denkt an Auslassungen, die den Mensch allein lassen. Strassen ausgelassen. Türen. Blicke und Worte. Menschen.

An die Tür wird geklopft. Früher traten sie mit Ihren Blicken mein Kommen, mein Gehen, oder vielleicht mein Sein und jetzt die Tür wird ein Auge, das ausgehöhlt wird.

 

Mit Fußtritt bringen sie die Tür aus Rahmen auseinander und werfen meine kleine Welt  Mitte auf die Gasse. Mit einem Sturm der Hände. Mein Körper wird die Gasse. Die Gasse wird schmal. Dunkel. Mit Sturm der Steine, ich werde Zahn, damit ich die Steine zerkleinere.

Ich werde Wand, damit ich mit der Höhe meiner Schatten den in der Mitte der Gasse geworfenen hilflosen Körper schütze. Sie nehmen die Ziegelsteine meiner Wand weg und zielen das hingefallene Mädchen. Die Nachbarn werfen Bruchsteine von ihren kurzen Terrassen auf die Gasse. Ich bin nicht allein. Alle Subjekte des Viertels haben mich umgekreist um den Satz zu analysieren[2], der mein Leben war.

Um sein Verb auszulassen. Sein Objekt. Sie denken, dass sein Subjekt geflohen ist. Sie denken, sie editieren diesen meinen Satz. Sie gucken nicht mal ihren eigenen Satz. Voll von Fehlern. Voll von Fallen. Sie machen ihr transitives Verb intransitiv im Sinne, dass die Ehebrecherin verschwindet werden soll. Sie haben einen Ziegelstein von meiner Wand weggenommen und werfen zum hingefallenen Mädchen. Kein Schrei von keinem ich. Ich guckte sie an, dass sie mein Fallen auf die Hand nehmen und freudig schrien. Alle Bewohner der Gasse stellten ihre Gütigkeit fest und verfluchten meine Ahnen. Ich höre das immer noch. Hörte. Hör. Hö. 

 



[1] Im Persischen hat diesen Satz Doppelbedeutung. Bildhafte Bedeutung: Dein Alles wird unbekannt.

[2] Im Persischen hat diesen Satz Doppelbedeutung. Bildhafte Bedeutung: Mein Alles auseinandersetzen

 

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